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Uber produziert gigantische Verluste

Foto: isfendiyar / Fotolia.com

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03.09.2018

Der Presse kann man entnehmen, dass Uber in 2017 einen Verlust von 4,5 Milliarden Dollar eingefahren hat und sich über einen Verlust von 891 Millionen Dollar im 2. Quartal 2018, nach 1,1 Milliarden im 2. Quartal 2017 freut.

Der Umsatz soll in 2017 nur 7,4 Milliarden Dollar betragen haben und im 2. Quartal 2018 um 63% gestiegen sein, so dass für 2018 mit einem Umsatz von 10 Milliarden gerechnet wird. Dieses Verlustunternehmen, ein Startup, wird von Investoren auf einen Wert von 60 Milliarden Dollar geschätzt.

Uber finanziert sich über Investoren, die wohl mit Gewinnen rechnen, die irgendwann sprudeln sollen. Einer der Finanziers ist der Axel-Springer-Verlag. Auch Daimler hat eine Kooperation für den Bereich selbstfahrende Pkws mit Uber. Man darf nicht unterstellen, dass Mittelständler diese Art von Geldverbrennen besser verstehen als die Unternehmensberater der Mittelständler. Es gibt aber offensichtlich Unternehmen, zu denen auch Tesla gehört, die keine Gewinne machen müssen und trotzdem zu den wertvollsten Unternehmen der Welt zählen. Konzerne und auch reiche Menschen haben so viel Spielgeld, Riskkapital, das sie in interessante, vielversprechende Unternehmen stecken. Das Wort vielversprechend ist hier wörtlich zu nehmen.

Wer das Uber-Spiel mit Milliarden nicht versteht, Millionen sich besser vorstellen kann, muss sich nur die Marktpräsenz von Viabus ansehen. Dieses Unternehmen hat in der jüngeren Vergangenheit nur Verluste in Millionenhöhe produziert und agiert trotzdem expansiv im deutschen ÖPNV. Die Verluste werden von der englischen Muttergesellschaft noch immer ausgeglichen. Im 2016er Bilanzbericht weist die Prüfungsgesellschaft ausdrücklich auf diese Abhängigkeit hin. Die Vergabestellen sehen trotzdem die finanzielle Zuverlässigkeit, die ja über die gesamte Laufzeit der Auftragsvergabe sichergestellt sein sollte, nicht als gefährdet an.

Wie das Geschäft des Fahrdienstvermittlers Uber funktioniert, bei 7,4 Milliarden Umsatz und 4,5 Milliarden Verlust, muss ein Mittelständler nicht verstehen. Wie ÖPNV wirtschaftlich in Deutschland betrieben wird, wissen die privaten Omnibusunternehmer jedoch und »verstehen die Welt nicht mehr.«